Ichtyotrophic – Eine Nachlese von Uwe Konrad

 

Am 17.05.2014 hat der VDA Bezirk 01 Berlin-Brandenburg eine Busfahrt zu der Firma IchtyoTropic  nach Polen organisiert.  Für mich ist es immer noch etwas Besonderes, in ein anderes Land zu fahren.  Aber eigentlich hat man davon kaum etwas gemerkt, außer dass dieselben Werbeplakate nun eine andere Sprache hatten und die Dörfer sauberer aussahen.

Abfahrt war 7:30 Uhr Zentraler Omnibusbahnhof Berlin, mit Zwischenhalt Südkreuz. Ich habe zum ersten Mal an einer vom Bezirk organisierten Fahrt teilgenommen. Mittlerweile dürften es 4 oder 5  Fahrten dieser Art sein,  was man beim ersten Halt vor der polnischen Grenze merkte:  Plötzlich stellten die Mitreisenden  Tische auf, packten Essen, Trinken und Süßigkeiten aus und dann ließ man es sich gutgehen. Wie auf Signal wurde alles eingepackt, im Bus verstaut und die Fahrt ging weiter. Am Zielort kamen wir gegen 12 Uhr an und wurden sofort vom Chef Uwe Schatz empfangen.  Er hatte ein Mittagessen eigentlich zu 13 Uhr geplant. In der einen Stunde erklärte er uns seine eigene und die Firmengeschichte. Er konnte die Zuhörer in seinen Bann ziehen, wodurch die Zeit schnell verging.  Dabei erfuhren wir, dass seine Firma mittlerweile der größte Lieferant für Futtermittel dieser Art in Europa sein dürfte.

Anschließend wurde die Gruppe in zwei Teile aufgeteilt. Ich war bei der ersten Gruppe dabei. Wir gingen in die Außenanlage. Es war interessant, wie Moorkienholz für aquaristische Zwecke aufbereitet wird. Wesentliche Teile des Futterangebotes werden hier im großen Behälter selber gezüchtet. Uns wurde erklärt, dass die Salzbereitung für die Meerwassernährtiere ein wichtiger Aspekt ist. Dabei bemerkte man,  wie wichtige Maßnahmen mit einfachsten Geräten durchgeführt wurden.  So ruderten auf den Teichen kleine Paddler, um für eine Belüftung zu sorgen. An Stäben befestigte, weiße Scheiben  dienten als Fütterungskontrolle. Auf dem Stab gab es Marker für die Eintauchtiefe und je nach Trübung ob das Futter für die Garnelen ausreicht oder nachgefüttert werden muss.  Je weiter man den Stab in das Wasser eintauchen kann, bis die Scheibe verschwindet, umso näher ist man an der Markierung „füttern“.

Während nun die zweite Gruppe in den Außenbereich ging, wurde die erste Gruppe vom Chef in den Verpackungs- und Versandbereich geführt.  Es wurden uns die Verblistermaschinen gezeigt, sowie die Eintütungsmaschinen für das Lebendfutter.  Dann ging es zur Enchyträen-Zucht, die sehr personalintensiv ist. Dabei wurde auch noch mal betont, dass dies nur unter den günstigen Lohnbedingungen von Polen möglich ist.  Als Abschluss wurde uns die Firmengeschichte in Bildern nahe gebracht.

Bevor es zurück in den Bus ging, warteten einige Personen auf die bestellten Futterproben.  Es regnete fürchterlich. Da hat wohl jemand in der zweiten Gruppe sein Mittagessen nicht richtig aufgegessen.

Auf der Rückfahrt gab es noch einen Abstecher zur Firma Valentin in Polen, um dort zwei Aquarien zu besichtigen. Während eines Tankstopps  des Busfahrers, wurden noch einmal alle Mitbringsel ausgepackt, die man auf der Hinfahrt nicht geschafft hatte, inklusive der Sektflaschen.  Aber es wurde wieder nicht alles geschafft. Gegen 20:30 Uhr kamen wir in Berlin bei strömenden Regen an.

Ein besonderer Dank geht vor allem an die Geschäftsführerin Dr. Angelika Senger, die wohl die meiste Arbeit bei der Organisation gehabt hat und an die Bezirksvorsitzende Christel Kasselmann.

Uwe Konrad
Aquarienfreunde Berlin Tegel 1912 e.V.

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